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Über den, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen

30.5.1951 - Der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, betritt irdische Sphären. Als Landungsort wählt er eine der ältesten Städte des Bergischen Landes: Wuppertal. Die Beihilfevorschriften sind noch überschaubar. Die Welt ist noch in Ordnung.

Viele Jahre vergehen. Der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, besucht die Volksschule (so hieß die Gesamtschule damals, und man lernte dort in 8 Jahren mehr als Gesamtschüler heute in 13 Jahren), um den vorprogrammierten Übergang aufs Gymnasium zu schaffen. Immer mehr Beamte feilen an der Beihilfe herum. Sie beginnt, Formen anzunehmen. Die Welt ist noch in Ordnung, zumindest die westliche, denn die östliche ist eingezäunt und eingemauert.

Das Abitur dessen, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, fällt in eine Zeit des politischen Umbruchs und einiger Unruhen. „Ziehe vor bis zur Schloßallee“ heißt: “Halte Dich nicht auf mit Bundeswehr oder Zivildienst, sondern starte sofort Dein Studium der Mathematik, aber lass Dir damit dann ruhig Zeit”. Noch mehr

Beamte helfen der Beihilfe bei. Allmählich wird sie zum Schmuckstück deutscher Bürokratenbemühungen. Die Welt ist wieder in Ordnung, es gibt doch noch Öl.

Dann: Der Ernst des Lebens für denjenigen, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen.

1.4.1978 – Start ins Berufsleben. “Gilde” heißt der Laden, bietet Lebens- und Krankenversicherungen an. Bis zum Erkennen der wahren Bestimmung vergehen allerdings noch einige vergeudete Jahre in den Fängen der Lebensversicherung. Doch wahre Bestimmung lässt sich nicht verleugnen, nach wenigen Jahren folgt der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, seinem inneren Ruf und wechselt zur Krankenversicherung.

Die Beihilfe scheint ihren Bezwinger gefunden zu haben. Der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, schreibt einfach und verständlich nieder, was die Bürokraten der Beihilfe in vielen Verordnungen, Rundschreiben oder Erlassen zu verstecken suchen. Eine Serie von Beihilfe-Fachinformationen bringt das Licht dessen, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, zum Leuchten.

Die Beihilfe wehrt sich. Sie schafft neue Bemessungssätze, ändert dies und das und glaubt denjenigen, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, abhängen zu können. Doch der schlägt zurück. Er holt Verstärkung, nicht gerade seinen großen Bruder, aber ein ausbaufähiges Talent mit einer Charakterschwäche: Es mag die Beihilfe. Und das mag die Beihilfe gar nicht. Der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, und sein Jünger machen die Beihilfe in Schrift und Wort noch transparenter.

Die Weltordnung wird aufgelöst, ehemals demokratische Staaten lernen die Demokratie kennen, die Gilde gab´s mal.

Die Beihilfe kontert: Immer neue Änderungen wie Leistungseinschränkungen oder Zuzahlungen werden erfunden. Doch keine Chance gegen den, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen. Mit neuen Tarifen, Sonderaktionen, schnellen Informationen und der nötigen Lockerheit erfolgen die Gegenangriffe. Keine Frage des Innen- und Außendienstes bleibt unbeantwortet, Info-Veranstaltungen und Schulungsmaßnahmen führen dazu, dass immer mehr ihre Angst vor der Beihilfe verlieren.

Doch die Beamten haben viele bürokratische Ideen. Bloß keine Vereinheitlichung der Vorschriften, also so schnell es der Gesetzgeber erlaubt, wird in den Ländern auf ehemals demokratischem Boden dazu übergegangen, alles zu verkomplizieren, was einst einheitlich war.

Gegenmaßnahme dessen, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen: Er schart weitere Jünger um sich. Unbeugsame, unbesiegbare Recken, mit allen Wassern der Beihilfe gewaschen.

Allmählich scheint den Bürokraten der Beihilfe die Lust zu vergehen, nichts wird mehr so verändert, dass es für denjenigen, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, und seine Jünger eine wirkliche Herausforderung wäre.

30.5.2001 - Der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, wird 50.

Und so sieht es im Vatikan aus, da wo der, den wir heute nur den Beihilfepapst nennen, regiert.

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